Mensapersonal ein eingespieltes Team

Welche Gerichte bei Bersenbrücker Schülern beliebt sind – und welche nicht

Bersenbrück. Für rund 100 Kinder bereiten Angelika Eich und Maria Felker in der Grundschule Bersenbrück täglich Speisen zu. Die beiden setzen vor allem auf frische Produkte aus der Region. Im Gespräch erzählen sie von netten Gesten, wie beliebt die Salatbar ist – und welches Gericht bei den Schülern überhaupt nicht gut ankam.

 

 
Sie sorgen dafür, dass die Schüler nicht hungrig bleiben: Angelika Eich (links) und Maria Felker. Foto: Lang

 

Vor drei Jahren wurde die Mensa in der Grundschule Bersenbrück gebaut, seitdem sind Angelika Eich und Maria Felker dafür zuständig, die knapp 100 Schüler mittags mit ausgewogenen Mahlzeiten zu versorgen. Die beiden haben sich in dieser Zeit zu einem eingespielten Team entwickelt. "Jeder von uns weiß, was er tun muss. Es gibt eine klare Aufgabenverteilung", sagt Eich. 

Unterschiedliche Werdegänge

Während die 57-Jährige für das Kochen zuständig ist, kümmert sich ihre Kollegin um das "ganze Drumherum", wie sie betont. Die Werdegänge der Frauen könnten kaum unterschiedlicher sein. Angelika Eich kann auf mehr als 30 Jahre Erfahrung in der Küche vorweisen. Mit ihren Ehemann hat sie früher eine Gaststätte am Dümmer geleitet, anschließend folgten Stationen in Vechta und Osnabrück. Die drei Jahre jüngere Maria Felker ist dagegen gelernte Einzelhandelskauffrau. Vor ihrer Anstellung in der Grundschule war ihr Fokus als "Mutter und Hausfrau" in erster Linie auf die eigene Familie gerichtet.  "Als ich die Stelle gesehen habe, hatte ich sofort Lust drauf", sagt sie. 

Produkte aus der Region

Was die beiden eint, ist die Freude an der täglichen Arbeit. "Jeder einzelne Tag ist sehr schön. Wir sind glücklich hier", sagt Eich, die betont, dass die Chemie zwischen ihr und Maria Felker vom ersten Moment an gestimmt habe. Bei den Speisen setzen sie beiden auf frische Produkte aus der Region. "Natürlich gibt es auch mal Pizza oder Currywurst, aber im Grunde genommen soll das Essen schon gesund sein", sagt Eich. Bei den Kindern sollen die Gerichte sehr gut ankommen, das liegt laut den beiden Frauen unter anderem daran, dass sie auch auf die Wünsche der Schüler eingehen.Dazu gehört auch, dass es zum Beispiel für muslimische Schüler eine Alternative gibt, wenn Schweinefleisch auf dem Speiseplan steht. Kinder mögen kein Gemüse? Das ist ein Klischee, das die beiden nicht bestätigen können. "Die Salattheke wird sehr gut angenommen", so Eich. 

Sehr beliebt: die Salattheke. Foto: Lang

 

Als die beiden danach gefragt werden, welches Gericht bei den Schülern überhaupt nicht gut angekommen ist, müssen sie nicht lange überlegen: Grünkohl. "Da wollten die Kinder überhaupt nicht ran", erinnert sich Eich. Hoch im Kurs würden bei den Schülern dagegen Kartoffeln stehen. Wer denkt, dass sich die Arbeit der beiden bloß auf die Planung und die Zubereitung der Gerichte beschränken würde, irrt sich. Teilweise sind sie auch als Seelsorger gefragt, wenn es den Kindern mal nicht gut geht. 

Überraschungen – nicht nur für die Kinder

Zwischen dem Mensapersonal und den Schülern herrscht eine gute Beziehung. "Wir kennen eigentlich alle Kinder mit Namen und wissen, was sie gerne essen - und was nicht", berichtet Maria Felker. An besonderen Tagen gebe es auch mal eine Überraschung für die Kinder, wie zum Beispiel einen Berliner an Karneval oder an warmen Tagen ein Eis. Die Kinder sind aber nicht die einzigen, die manchmal eine kleine Aufmerksamkeit erhalten. Es sei schon vorgekommen, dass Eich und Felker an ihren Geburtstagen von den Schülern mit Muffins bedacht wurden. Angesichts dieser Arbeitsatmosphäre steht für die beiden fest: 

(Bild und Text: Bersenbrücker Kreisblatt)