Als Wiesenforscher unterwegs

Die Erstklässler haben in den letzten Wochen jeweils mit ihren Klassen am Projekt „Wiese“ in der Biologischen Station „Haseniederung“ in Alfhausen teilgenommen.

 

 

Schon am Morgen war die Aufregung groß, der erste richtige Ausflug stand an. Aufgeweckt und passend gekleidet mit Gummistiefeln oder anderem festen Schuhwerk sammelten wir uns in der Klasse. Mit dem Bus ging es dann nach Alfhausen, schon das war die Aufregung wert, da konnten wir doch glatt zeigen, was wir in den letzten Wochen bei der Busschule gelernt hatten.

„Zum Glück wissen wir schon, wie die Regeln im Bus sind!“

In Alfhausen angekommen, hat der Bus uns mitten in der Natur ausgesetzt. Wir folgten der Beschilderung zur biologischen Station (wir können ja jetzt lesen (wink) und schon rief da jemand:

 „Seid mal alle leise!“

Ja, das lohnte sich. Wir hörten ein mächtiges Quak-Konzert der Frösche, da passte es ja, dass wir in der Schule gerade in dieser Woche das „Q“ gelernt hatten. Wir wurden anschließend freundlich begrüßt von den netten Jungs und Mädels der biologischen Station und schon ging es auf die Wiese. Dafür liefen wir ein paar Treppenstufen weiter nach oben, um dann auf einer großen Wiese anzukommen, sie schien fast unendlich, denn sie hatte sogar einen richtigen Wiesenhorizont.

 

 

Benedikt von der biologischen Station erklärte uns, bis wohin wir laufen dürfen und dass man vom Ende der Wiese den Alfsee sehen kann. So rannten wir über die Wiese und sammelten die schönsten Wiesensträuße. Zwischendurch war es ganz schön pieksig, aber so richtig machten die Disteln und Brennnesseln uns nichts aus, schließlich gab es immer noch ein paar schönere Gräser und Blumen zu entdecken.

 

 

Mit unseren Wiesensträußen liefen wir wieder zurück und Benedikt erklärte uns etwas über die Fundstücke, zum Beispiel zeigte er uns, dass es den Klettverschluss eigentlich nur gibt, weil die Natur das Vorbild dafür war. Dann ging es gemeinsam in das kleine Häuschen und wir malten mit unseren Blumen und Gräsern gemeinsam schöne Blumenbilder.

„Ich wusste gar nicht, dass man mit Blumen so gut malen kann!“

 

Anschließend war der Hunger groß, wir konnten an der Feuerstelle frühstücken. Für einige Kinder war das Gelände aber zu aufregend, da ging bestimmt die ein oder andere Brotdose noch halb voll wieder nach Hause. Die Kinder liefen um den Teich herum, suchten die Frösche und entdeckten die Umgebung.

„Ich hab da einen Frosch gesehen! Das hab ich noch nie gesehen!“

Dann sammelten wir uns wieder und es ging erneut auf die Wiese.

 

 

Dieses Mal nahmen wir unsere Becherlupengläser mit, denn wir wollten Tiere fangen.

 

    

 

Das erwies sich als gar nicht so einfach. Doch wir schafften es, ein paar Tiere (sogar fliegende) einzufangen. Eine Libelle konnten wir leider nicht erwischen, aber wir hatten sogar kleine Schmetterlinge im Becher.

Im Anschluss durfte jeder seine Tiere zeigen. Da wurden Spinnen gezeigt und überlegt, warum wir denn wissen, dass das eine Spinne ist.

„Also bei Spinnen sind das immer acht Beine!“

Ganz genau, so ist es. Und dann lernten wir auch noch, warum die Schmetterlinge ihre Flügel aneinanderlegen, wenn sie auf den Gräsern ruhen.

„Dann werden die ja übersehen!“

Ja, genau! So schützen sie sich vor ihren Feinden, beispielsweise den Amseln.

Am Ende spielten wir noch ein gemeinsames Fangspiel. Da ging es um schwierige Fragen, wie zum Beispiel: „Können Ameisen gut schwimmen?“

Und schon war ein schöner Ausflugstag beendet. Der Bus holte uns wieder ab und alle kamen zufrieden in der Schule wieder an.

 

„Da wollen wir jetzt jeden Tag hin!“

 (Text und Bilder: L.M. Kramer)