Ein Schmuckstück

Mensa der Grundschule Bersenbrück eingeweiht 

Bersenbrück. „Alles neu macht der Mai“ oder „When the saints go marching in“ lauteten die symbolträchtigen Musikbeiträge bei der Einweihung der neuen Mensa an der Grundschule Bersenbrück.

 

Bild: Strahlende Kindergesichter, große Zufriedenheit bei Politikern, Pädagogen, Eltern und Geistlichkeit: Die gelungene Sanierung und die neue Mensa lösten unübersehbar Freude aus. Foto: Bernard Middendorf

 

Zur feierlichen Einweihung der neuen Mensa gehörten natürlich auch die Begrüßungsansprache von Schulleiterin Ursula Gärtner-Hoffmann, Grußworte prominenter Gäste, fröhliche Auftritte von Schülern, Eltern und Lehrern – ein wahrlich kunterbuntes Programm, das mit der Schlüsselübergabe von Architekt Axel Mutert an Samtgemeindebürgermeister Horst Baier nicht seinen einzigen Höhepunkt fand.

Ein wenig Aufregung merkte man der Schulleiterin während der feierlichen Handlung schon an – schließlich übernimmt man nicht oft ein „millionenschwer“ saniertes Gebäude und eine neue Mensa. „Das ist ein Schmuckstück geworden“, sagte Ursula Gärtner-Hoffmann. Sie dankte Verantwortlichen und Planern, dem Lehrerkollegium, das den Unterricht mitten in einer Baustelle gut gemanagt habe, Schülerrat und Elternvertretern, dem Förderverein und nicht zuletzt Hausmeister Martin Boße für seine Übersicht. „Wir werden unseren Lehrauftrag hier gerne mit Leben erfüllen“, sicherte sie zu.

Freude über das gelungene Bauwerk wie über die Einhaltung des Kostenrahmens empfand Horst Baier. „Wird das hier ein Tigerentenclub?“, hätten manche geunkt, aber die Fassade müsse man mit den Augen der Kinder sehen; für sie bedeute Farbe auch Aufenthaltsqualität, wie ohnehin Schulen immer mehr vom Lern- zum Lebensort würden. Die Ideen der Schüler, Eltern, Lehrer hätten eine glatte „1“ verdient.

4,2 Millionen Euro an den Schulstandorten Alfhausen, Ankum, Kettenkamp und Bersenbrück seien gut angelegt. Mit der Sanierung sei ein guter Standard erreicht, gestiegene Ansprüche an (IT-)Technik, multifunktionale Unterrichtsräume und -formen erfüllt. „Ich wünsche allen viele Lernerfolge – und natürlich gute Noten“, schloss Baier.

Bürgermeister Christian Klütsch erhofft sich Neubürger und höhere Wirtschaftskraft durch die Ganztagsbetreuung: „Eltern achten darauf.“ Farbenfreude symbolisiere Vielfalt; er hoffte auf Inklusion, Integration „und viel, viel Kinderlachen“ und hatte ein Geschenk für den Förderverein dabei.

Am Klavier beeindruckten Eva Bekermann, Lea Weissmann und Jörg Neumann aus der 3d. Die Schulelternratsvorsitzende Josephine Hammig betonte, mit der farbenfrohen Fassade sei auch im Inneren neue Fröhlichkeit eingezogen. „Nicht nur Hardware, sondern auch Software“ sei wichtig, Förderung ohne Leistungsdruck aber ebenso. „Alles ist neu“ sang eine Gruppe von Kindern und freute sich auf die Mensa wie auch die Spielgeräte draußen.

Axel Mutert war stolz auf sein Werk mit 840 Quadratmetern (von 3936 Quadratmetern) Neubaufläche, das eine Jury für den bundesweiten Tag der Architektur vorgeschlagen habe. Mit dieser Investition in die Zukunft werde Emotionalität sichtbar und gleichzeitig ein neues Kapitel aufgeschlagen. Der Planer übergab eine Fotoanimation und mehrere „Ruhesessel“, dankte allen für das Vertrauen und übergab den Schlüssel an Horst Baier, der ihn feierlich an die Schulleiterin weiterreichte.

 

Ein kräftiger Schuss Weihwasser durfte nicht fehlen bei segnenden Worten von Gemeindereferentin Angelika Kogge-Pelke und Pastor Jürgen Kuhlmann, der mit dem Lied „Weißt du, wie viel Sternlein stehen?“ sehr viel Symbolik verband. Der große Lehrerchor erfreute – last but not least – die Gäste mit dem selbst komponierten humorvollen „Lied der Lehrer“ über pädagogische Herausforderungen während der dreijährigen Umbauphase.

 

(Text und Bilder: Bersenbrücker Kreisblatt, 24.05.2017)