Probeessen in der Mensa

Grundschule Bersenbrück startet in den Ganztag

Bersenbrück. Schön ist sie geworden, die neue Mensa der Grundschule Bersenbrück: Der Eckpfeiler der Ganztagsbetreuung, die zum nächsten Schulhalbjahr in anderthalb Wochen anlaufen soll, ist fast fertig. 

 

Auch Samtgemeindebürgermeister Horst Baier, Architekt Axel Mutert, Schulleiterin Ursula Gärtner-Hoffmann und Bauleiter Jörn Witte (von links) ließen es sich schmecken. Foto: Nicole Weymann


Die Neugier war groß unter den kleinen Testessern. Gemeinsam mit Lehrern und Elternvertretern warteten sie ungeduldig darauf, dass Schulleiterin Ursula Gärtner-Hoffmann die Tür zur neuen Mensa öffnete, die auch als Schulaula genutzt werden soll.
Schließlich war es soweit und knapp zwei Dutzend Kinder konnten den neuesten Anbau ihrer Schule endlich erkunden.
Der gelbgrüne Fußboden, der nicht nur in der Mensa, sondern im ganzen Neubau verlegt wurde, wirkt nicht nur hell und einladend, er ist auch informativ. Die grünen Bereiche markieren die „Laufstraßen“ und führen von Tür zu Tür, die gelben Bereiche sind „Aufenthaltszonen“. Der noch an der Wand hängende Verlegeplan zeigt es: „Jede der Fußbodenplatten ist ein Unikat“, erläutert Bauleiter Jörn Witte. „Alles in allem ein riesengroßes Puzzle, jedes Teil 1,20 mal 1,20 Meter groß.“
Zum Probeessen begrüßte Ursula Gärtner-Hoffmann neben Eltern, Lehrern und Kindern unter anderem den Bürgermeister der Samtgemeinde Bersenbrück, Horst Baier, Vertreter der Menü-Manufaktur Hofmann, die die Schulverpflegung stellt, und Axel Mutert und Jörn Witte vom ausführenden Architekturbüro Mutert.
Wie Volker Bischof und Urs Renfordt von der Menü-Manufaktur auf Anfrage von Horst Baier erläuterten, orientieren sich die Musterspeisepläne an den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Ernährung DGE – aus der Traum also für das klassische Dreigestirn aus Pizza, Pommes und Nudeln im ständigen Wechsel, wie die jüngeren Gäste es zum Teil vielleicht gerne gehabt hätten.
Nachschlag geholt

 

Das Probeessen in der neuen Mensa der Grundschule Bersenbrück kam bei Schülern, Lehrern und Eltern gut an. Foto: Nicole Weymann


Das Probeessen ließ schon mal keine Wünsche offen: Hähnchencurry und Cordon Bleu, Reis-Gemüse-Pfanne, Bratkartoffeln, Rotkohl, Bratwurst mit Bratensoße, Lasagne, Mischgemüse und, ja, auch Nudeln gehörten zu dem aufgebauten Mittagsbuffet. Einige der Kinder übten sich zunächst noch in Zurückhaltung beim Kosten, aber der Geschmack überzeugte: zweite und dritte Gänge ans Buffet folgten.
Wenn die Mensa richtig in Betrieb ist, wird es mittags voraussichtlich ein einzelnes Menü geben, ergänzt mit frisch vor Ort zubereitetem Salat oder Fingerfood wie Möhrenstifte, und gelegentlich Nachtisch.
Und wann geht der Mensabetrieb richtig los? „Mit Beginn des neuen Schulhalbjahres am 1. Februar. Dann starten wir mit der Ganztagsbetreuung“, erklärt Ursula Gärtner-Hoffmann. „Die 130 angemeldeten Schüler bekommen dann zunächst von montags bis mittwochs ihr Mittagessen im Schichtverfahren: erst die Erst- und Zweitklässler, dann die dritten und vierten Klassen. Zum Bildungsangebot rund um die Ganztagsbetreuung gehören auch Lern-, Übungs- und Wiederholungseinheiten, kurz LÜW, in denen die Kinder zum Beispiel auch Hausaufgaben machen können, größtenteils betreut von den Lehrern. Bis 14.15 Uhr sollen Mittagessen und LÜW beendet sein. Danach bieten wir dann noch verschiedene Arbeitsgemeinschaften an, von Sport bis Heimatkunde, sodass die Kinder vormittags mit dem Kopf arbeiten können und nachmittags mit Herz und Hand.“
Ganz beendet sind die Bauarbeiten noch nicht, aber der Neubau sei so gut wie fertig, wie Ursula Gärtner-Hoffmann angab. Abgesehen vom Feinschliff am Innenausbau des neuen Traktes liegen noch die Einrichtungen und Umzüge einiger Fachräume im Altbau an.
Neu hinzu kommen hier ein Werkraum und ein sogenannter MINT-Raum (Kürzel für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik), die beide auch der Ganztagsbetreuung zur Verfügung stehen sollen. Außerdem werde der PC-Raum verlegt und bald wieder nutzbar sein.
Nach Ansicht der Kinder hat sich der Aufwand zumindest gelohnt: Justus, einer der jungen Testesser, fasste es kurz zusammen: „Essen super, Mensa super“ bescheinigte er Jörn Witte und Urs Mutert.

(Text und Bilder: Bersenbrücker Kreisblatt, 21.01.2016)