GRUNDSCHÜLER ÜBEN AUF FAHRRADSTRASSE

Auf Hastruper Weg in Bersenbrück Vorfahrt für Radler

Bersenbrück. Was ist eine Fahrradstraße? Wie bewegt man sich auf ihr? Das lernten Bersenbrücker Grundschüler auf dem Hastruper Weg von Polizist Harald Nehls.

 

 

Was eine Fahrradstraße ist, lernten Schüler der Grundschule Bersenbrück am Hastruper Weg von Harald Nehls von der Polizei Bersenbrück.Foto: Franz Buitmann

 

Der Hastruper Weg ist die kürzeste Verbindung zwischen dem Ortsteil Hastrup und den Bersenbrücker Schulen. Deshalb sind hier viele Kinder und Jugendliche mit dem Fahrrad unterwegs. Um sie besser zu schützen, hat die Stadt nicht nur die Fahrbahn saniert, sondern die schmale Straße zur Fahrradstraße erklärt.

Fahrradstraßen sind an einem Schild mit weißem Fahrrad auf blauem Grund zu erkennen, erläutert Nehls den Schülern, als Präventionsexperte des Kommissariats Bersenbrück. Mit Lehrerin Britta Peters waren sie herübergeradelt, um Fahren auf einer Fahrradstraße zu üben.

Eigentlich gehört eine solche Straße allein den Radlern: Autos, Roller, noch nicht einmal Skater oder Fußgänger dürfen sie benutzen. Genau wie radfahrende Kinder bis acht Jahre müssen Skater und Fußgänger auf den Seitenstreifen. Der verläuft von Hastrup aus gesehen auf der linken Seite.

Klütsch: Regeln respektieren

Meistens gibt es aber wie in Bersenbrück ein Zusatzschild „Anlieger frei“. Das bedeutet in diesem Falle, dass Sportler oder Zuschauer mit Pkw oder motorisierten Zweirädern bis zu den Parkplätzen am Hasestadion des TuS Bersenbrück fahren dürfen, teilt Bürgermeister Christian Klütsch mit. Angler oder Mitarbeiter der Wasserwirtschaft dürfen bis an die Hase fahren. Eltern, die ihre Kinder zur Schule bringen, sollten nicht zum Hasewehr fahren, sondern die Schulen auf der anderen Seite des Flusses anfahren, fordert der Bürgermeister. Lehrer ebenso. Je weniger Kraftverkehr auf dieser Straße, desto sicherer sind die Radler.

Wer hier mit Auto, Roller oder Motorrad unterwegs ist, muss besondere Rücksicht auf Radfahrer nehmen, erläutert Harald Nehls den Kindern. Die Motorfahrzeuge dürfen nicht schneller als 30 Stundenkilometer fahren, Fahrräder übrigens auch nicht. Und wer einen Radler überholt, muss das mit mindestens anderthalb Metern Abstand tun.

Anschließend übten die Kinder auf der Straße unter den Augen Nehls und ihrer Lehrerin. Die Stadt, so Klütsch, hoffe, dass Kraftfahrer die Regeln respektieren und keine weiteren Maßnahmen erforderlich sind, und die Straße für Radler sicher zu machen.

(Text und Bilder: Bersenbrücker Kreisblatt)